Silberbergbau wird lebendig

Als Antje Arlautzki und Andreas Lier im Sommer 2012 das Haus Schachtberg 12, aus Meißen kommend das erste von Scharfenberg, kauften, da ahnten sie nicht, was sie da erworben hatten. Das machte ihnen Bürgermeister Gerold Mann im Januar 2013 klar, als er mit einer Zeichnung in der Tür stand. Daraus ging hervor, dass quasi unterm Bett der Neu-Scharfenberger ein 293 Meter tiefer Schacht – der sogenannte Hoffnungsschacht – in die Tiefe führte. „Dann haben wir ein Blitzstudium in Bergbautechnik gemacht“, erzählt Andreas Lier, der selbstständiger Aufzugsbauer ist.

Seitdem weiß er auch, was ein Huthaus ist. Nämlich das Gebäude, das über einem Schacht errichtet ist – „eben der Hut, der Deckel überm Schacht“. Auf einem alten Foto ist zu sehen, dass das Gebäude zweistöckig war und einen Fachwerkaufbau zeigte. So soll es im kommenden Jahr wieder aussehen, erklärt Andreas Lier. In diesem Jahr will er mit seiner Partnerin erst einmal den Rohbau fertigstellen, mit Fenstern und Türen und einem neuen, entsprechend höheren Dach.